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Die Inhalte unseres
Langzeitgedächtnisses (LZG) sind in Form von so genannten
Schemata organisiert, die bei Bedarf erweitert werden können.
Dafür gibt es in jedem Schema so genannte Slots, in denen
Zusatzinformationen abgespeichert werden können. Auf diese Art und
Weise werden die Schemata mit der Zeit immer detaillierter und
differenzierter. Dennoch werden sie vom Gedächtnis jeweils als eine
Einheit behandelt. Dadurch wird die Verarbeitung enorm erleichtert.
Denn die Kapazität
unseres Arbeitsgedächtnisses (AG) ist im Vergleich zu der des LZG
begrenzt. Wenn das AG mit einer Fülle von neuen und komplexen
Informationen, die sich nicht in vorhandene Schemata einordnen
lassen, konfrontiert wird, kommt es zur Überlastung, damit zu einem
Nachlassen der Aufmerksamkeit und zur Abwendung.
Aufmerksamkeit,
Interesse und Verstehen sind aber genau die Dinge, die wir beim
Kunden erzeugen wollen. Das ist nur möglich, wenn wir ihm eine
Strukturierung, einen kognitiven Rahmen, eben ein Schema vorgeben,
das einerseits leicht wahrgenommen, andererseits leicht verarbeitet
werden kann.
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Daher sollte der
Aufbau eines Werbeträgers vom Einfachen, Globalen hin zum
Komplexen und Spezifischen erfolgen, wenn man den Kunden
erreichen will.
Da die
verschiedenen Werbeträger (z.B. TV, Broschüren, Internetseiten) in
ihren Eigenschaften sehr unterschiedlich sind, ist auch das Ziel
einer schemafreundlichen Darstellung der Inhalte auf immer wieder
anderen Wegen zu erreichen.
Bei einem Prospekt
ist es beispielsweise wichtig, dem Kunden eine zusammenfassende
schriftliche oder auch graphisch unterstützte Einführung zu geben.
Die wichtigsten Inhalte sollten knapp und verständlich umrissen
werden, bevor man zu detaillierten Beschreibungen der Produkte oder
Dienstleistungen übergeht.
Bei
Internetpräsenzen sollte schon auf
der Eingangsseite deutlich
werden, worum es geht, ohne dass der Besucher von Einzelheiten
erschlagen wird. Eine gut durchdachte Verlinkung der einzelnen
Ebenen ist nötig, um einerseits eine problemlose und einfache
Navigation zu erlauben und andererseits, den Gesetzen der
Schematheorie folgend, die Wahrnehmung und Speicherung der
relevanten Inhalte zu erleichtern.
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