2. Schritt: Graphisches
Design
Nachdem die Inhalte
festgelegt, gegliedert und ausformuliert worden sind, beginnt die
Planung eines Designs, das die Aussage so gut wie möglich
unterstützt.
Auch hierbei ist
nicht nur künstlerische Originalität gefragt, sondern auch die
Psychologie. Der Empfänger der Werbebotschaft soll nämlich nicht nur
auf die Werbung aufmerksam werden, sondern sie auch verstehen, sie
möglichst positiv bewerten und möglichst lange im Gedächtnis
behalten.
Einige wichtige
psychologisch wirksame Design-Arbeitsmittel sind:
Farben
Farben sind Symbol- und Bedeutungsträger. Sie können eine
Signalwirkung haben (Rot
gilt
z.B. als Warnung oder als Hingucker) oder auch bestimmte Gefühle und
Assoziationen beim Betrachter erzeugen. Grün eignet sich z.B. gut
zur Unterstützung von Inhalten, die mit Natur und Umwelt zu tun
haben.
Nicht alle Farben haben einen positiven Beigeschmack. Auch das kann
für die Werbung genutzt werden, z.B. zur Darstellung unerwünschter
Zustände („So sähe die Welt ohne unser Produkte
aus")
Die Arbeit mit Farben sollte subtil erfolgen. Weiterhin ist, vor
allem bei internationalen Web-Seiten, zu beachten, dass in
unterschiedlichen Kulturkreisen ein und dieselbe Farbe ganz
unterschiedliche Bedeutungen haben kann. |
Formen
Wie bei den Farben können auch bestimmte Formen Bedeutungen
vermitteln. Es zählt die Gesamtgestalt des Werbeträgers (Format),
aber auch die Gestalt von einzelnen Elementen, z.B. des Logos.
Im Bereich der Formen spielen Symmetrie und die Gestaltgesetze (↑
Psychologie und Design)
eine große Rolle. Eine symmetrische Anordnung
vermittelt Ordnung und Ruhe, Asymmetrie steht für Innovation und
Kreativität. Je nach Werbebotschaft kann entweder das eine oder das
andere angemessen sein.
Text-Bild-Passung
Allgemein gesprochen
ist es immer von Vorteil, wenn man seine Textbotschaft mit
graphischen Elementen (Fotos, Zeichnungen, Animationen etc.)
bereichert.
Allerdings müssen
diese den Text auch wirklich unterstützen und die
Wahrnehmungskapazität des Betrachters nicht unnötig belasten. Es
bedarf der Berücksichtigung einiger wichtiger psychologischer
Aspekte, die vom jeweiligen Kontext abhängen.
Beispiel
Anordnung von
Text und Bildern
Auch hier gilt es,
wahrnehmungstheoretische Gesichtspunkte zu beachten. Beispielsweise
wird Text, der über einem Bild steht, oft vom Betrachter gar nicht
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